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    Unwanted

    Leo Solledervon Leo Solleder3. November 2023Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Mit Der Untergang gelang Oliver Hirschbiegel der internationale Durchbruch, weitere Erfolge blieben jedoch aus. Gelingt ihm nun mit der Dramaserie Unwanted ein packendes Comeback? Die Antwort gibt es in dieser Kritik!

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    Poster zu Unwanted.
    Poster der Sky-Serie © 2023 Sky Studios Limited/Sky Italia S.r.l./Indiana Production S.p.a./Pantaleon Films GmbH

    Die Handlung von Unwanted

    Das Kreuzfahrtschiff Orizzonte bietet seinen 5.000 Passagier*innen fünfzehn Restaurants, ein Theater, Nachtclubs, Geschäfte, Schwimmbäder und einen großzügigen Wellnessbereich. Eine Stadt auf dem Wasser, unterwegs auf dem Mittelmeer, um ihre europäischen Gäste zu unterhalten und den Alltag vergessen zu lassen. Bereits in der ersten Nacht auf See holt die Urlauber*innen auf ihrer vermeintlich unbeschwerten Reise die Realität ein, als das Schiff 28 afrikanische Migrant*innen aus dem Mittelmeer rettet. Sie sind die Überlebenden eines Schiffbruchs, bei dem mehr als 100 Menschen ums Leben kamen.

    Auf ihrem Weg nach Italien und auf der Flucht vor Hunger, Krieg, Sklaverei und Verfolgung ist die Orizzonte zugleich Rettung und erster Schritt in eine Welt, von der die Migrant*innen geträumt haben. Als die 28 Überlebenden erfahren, dass die Orizzonte zurück nach Libyen steuert – an den Ort, von dem sie geflohen sind – wird das Kreuzfahrtschiff zum Brennglas für die weltweite Flüchtlingskrise, den Menschenhandel und die Versuche der westlichen Welt, „illegale“ Einwander*innen fernzuhalten. An Bord der Orizzonte prallen Menschlichkeit und Grausamkeit, Toleranz und Rassismus, Hoffnung und Trauer, Leben und schließlich Tod unausweichlich aufeinander.

    Das Leid greifbar machen

    Unwanted erzählt keine neue Geschichte, denn spätestens seit der Humanitätskrise von 2015 befinden sich die Bilder von ertrinkenden Menschen in unseren kollektiven Gedächtnissen. Neben der Flucht per Boot wird hier auch die Gewalt thematisiert, die viele Flüchtende vor der extrem gefährlichen Meeresüberquerung erleben. Inspiriert sind diese Ereignisse vom Buch „Bilal“ des italienischen Investigativ-Journalisten Fabrizio Gatti. Die oft schwierig zu ertragenden Folterszenen dienen nicht nur als „Folterporno“, sondern erreichen, dass das Publikum die Fluchtmotivation der Geretteten nachvollziehen kann.

    Positiv zu erwähnen ist, dass die Serie die einzelnen Parteien in Schwarz-/Weiß-Denkmuster einteilt. Figuren, die zwar für unliebsame Entscheidungen stehen, werden dennoch so charakterisiert, dass diese ihre Aktionen als vielschichtige Figur treffen. Außerdem funktioniert das Zusammenspiel der einzelnen Gruppierungen auf Schauspielebene extrem gut. Dass das nicht immer einfach ist, zeigt sich daran, dass Unwanted vier Dialogsprachen (Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch) besitzt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen funktionieren aber auch über die Sprachbarrieren hinweg und sorgen für eine gute Dynamik innerhalb des multilingualen Casts.

    Eine Schifffahrt, die ist dröge

    Das Setting eines Kreuzfahrtschiffs, in welchem Tourist:innen auf Flüchtlinge treffen, birgt schon per se einige Konflikte, die man innerhalb der Serie ergründen kann. Klassenunterschiede stechen hierbei ebenso hervor wie das Verhältnis der weißen Europäer:innen zu den ehemalig unterdrückten Nicht-Weißen, die nun mit ihnen auf einem Schiff sind. Die Eskalationsstufen werden dabei nicht Hals über Kopf überworfen, sondern bauen sich langsam über die acht Folgen von Unwanted auf. Im Grunde genommen ist diese Entwicklung sehr positiv und sorgt für Spannung, reißt aber auch narrative Lücken auf, die durch Nebenhandlungen gefüllt werden müssen.

    Genau diese Nebenschauplätze wirken manchmal deplatziert bis enervierend. Die Figuren, die dabei im Mittelpunkt stehen – Ein Ehepaar mit Kinderwunsch, eine Freundschaft zwischen zwei Kindern, Eltern, die ihren Sohn an Deck besuchen – sind dabei verwoben mit der Haupthandlung und nicht nur plump Lückenfüller:innen. Ihre Probleme allerdings wirken in Anbetracht der viel größeren Katastrophe klein und nicht „konkurrenzfähig“, sofern man menschliches Leid vergleichen möchte. Dennoch führt dies dazu, dass die Sky-Serie sich an einigen Stellen zäh und sperrig anfühlt. Hätte man hier etwas anders gearbeitet, hätte man vier bis fünf Folgen herausarbeiten können, die Projekten wie Maria Schraders Unorthodox in nichts nachstehen würden.

    Ein Schiffsraum voller Flüchtlinge mit Rettungsdecken.
    Unwanted © 2023 Sky Studios Limited/Sky Italia S.r.l./Indiana Production S.p.a./Pantaleon Films GmbH

    Unser Fazit zu Unwanted

    Unwanted erzählt eine wichtige und packende Geschichte, die kaum tagesaktueller sein könnte. Umso befremdlicher ist es daher, dass immer wieder versucht wird, überflüssige Nebenstränge zu eröffnen, die nur bedingt funktionieren. Hätte man die Handlung etwas gestrafft, wären hier vier bis sechs herausragende Folgen entstanden. Dennoch bleibt Unwanted eine qualitativ top produzierte Serie aus Europa. Allein die Schauspielleistungen der teils unbekannten Darsteller:innen und die tonal passende Visualität sprechen hier für sich. Wer sich für das Setting und europäische Serien begeistern kann, sollte hier einen Blick hineinwerfen.

    Unwanted kann seit dem 3. November bei Sky/WOW gestreamt werden.

    © Sky

    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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