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    Eternauta

    Jan Wernervon Jan Werner30. April 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    © Netflix
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    Eternauta ist eine argentinische Netflix-Produktion, die sich anschickt, im Endzeit-Genre zu wildern, das allerdings von verdammt starken Platzhirschen besetzt ist. Ein unfairer Vergleich?

    Eternauta – Die offizielle Handlung

    In einer Sommernacht in Buenos Aires fällt ein Großteil der Bevölkerung einem mysteriösen Schneefall zum Opfer, der Tausende Menschen ins Elend stürzt. Juan Salvo und seine Freund*innen führen einen verzweifelten Kampf ums Überleben. Alles ändert sich, als sie erfahren, dass der giftige Schneesturm nur der erste Angriff einer außerirdischen Armee war, die die Erde erobern will. Am Leben bleibt man nur, wenn man zusammenhält und gemeinsam kämpft. Niemand wird es allein schaffen.

    Endzeit-Thrill aus Südamerika

    Die Serie ist die erste Verfilmung der 1957 veröffentlichten argentinischen Sci-Fi-Graphic-Novel El Eternauta, die von Héctor G. Oesterheld geschrieben und von Francisco Solano Lopez illustriert wurde. Damit basiert die neue Netflix-Serie schon mal auf wesentlich älterem Ausgangsmaterial, wie beispielsweise Snowpiercer oder auch The Last of Us, die dafür jedoch den Vorteil haben dem Serienpublikum vorher zugänglich gemacht worden zu sein.

    Eternauta ist dann zusätzlich keine High-Budget-Produktion aus den Staaten, sondern ein Projekt direkt aus dem Ursprungsland der Vorlage, ein argentinisches Original. Es ist, um das mal direkt vorwegzunehmen, wirklich schwierig, den Neuling zu bewerten, wenn man so viel wie ich aus diesem Subgenre gesehen hat in den letzten Jahren. So sehr man sich versucht, Vergleiche zu verbieten, immer wieder gibt es hier Momente, die sehr offensiv nahezu darum betteln, in Verbindung mit den Erfolgsformaten gebracht zu werden, die in den vergangenen Jahren von der Presse teils frenetisch abgefeiert wurden.

    Und wer hier nun tatsächlich etwas wie das argentinische The Last of Us erwartet hat, der wird bitterlich enttäuscht werden, denn weiter könnte diese Endzeitstory in Sachen Production Value und auch Figurenaufbau kaum entfernt sein. Dieser deutliche Kontrast ist jedoch ein großer Vorteil, denn zumindest mit dem HBO-Original kommt man sich damit schon mal nicht in die Gefilde. Viel mehr hingegen fühlt sich Eternauta in den ersten Folgen, auf denen diese Review basiert, an wie eine Stephen King-Geschichte à la The Fog – Nebel des Grauens: Ein mysteriöses Naturereignis – hier Schneeschauer – läutet eine Art Weltuntergang ein und das Publikum begleitet verschiedene Akteure in der ersten Reihe der Überlebenden und ums Überleben Kämpfenden.

    Ruhige, menschliche Dramen

    Es gibt so viele starke Perspektiven, die sich mit dem Zerfall der Zivilisation beschäftigt haben, allein in den letzten zwei Dekaden. Man denke an Station Eleven, The Road, Children of Men oder The Last Man on Earth. Die Frage, die sich bei der Rezeption von dieser neuen Serie also vordringlich stellt, ist, ob die weiteren Blickwinkel in Verbindung mit dem leicht variierten Ausgangsszenario Neuigkeitswert haben. Und die Antwort hierauf lautet: Jein. Es geht hier um zwischenmenschliche Dynamiken im Angesicht einer überraschender Katastrophe, auf die keiner vorbereitet war. Jede und jeder würde in so einem wahr gewordenen Gedankenspiel instinktiv wohl anders handeln, aber was die Akteure hier tun, ist wirklich in großen Teil sehr plausibel, was zu einer unmittelbaren Verbundenheit zwischen Publikum und Protagonisten führt – ohne überhaupt schon wirklich etwas über die Charaktere zu wissen.

    Das ist auch deswegen ein Vorteil, weil der Serie per se qua Ursprung schon mal das fehlt, was US-Produktion mit in die Waagschale werfen können: Starpower. Die Darstellenden sind für uns allesamt unbeschriebene Blätter und das verstärkt die Immersion der Zufälligkeit, in diese Situation hineingeworfen worden zu sein. Ansonsten ist die Ungewissheit in den ersten Folgen das was Zuschauer und Akteure verbindet. Das schürt gut Neugier auch wenn man sich schwertut, Sympathieträger für sich auszumachen.

    Stimmung auf dem Gefrierpunkt

    Eternauta wählt als Apokalypse-Setting den eisigen Winter und schlägt damit in die Snowpiercer–Kerbe. Ja, auch dieser Vergleich drängt sich immer wieder auf. Doch im Gegensatz zum rasenden Zug befinden wir uns hier in statischen Verhältnissen: Menschenleere Straßen, verlassene Häuser. Sehr langsam fährt die Kamera oft durch die Settings – Langsamkeit scheint insgesamt das Mantra der Macher gewesen zu sein. Das verstärkt zwar möglicherweise das Gefühl des Ausgeliefertseins und der Ratlosigkeit ob dessen, was eigentlich passiert ist. Doch es macht es einem auch nicht leicht, hier immer vollste Aufmerksamkeit auf den Bildschirm zu richten.

    Das fehlende Tempo, die teils etwas abgedroschenen Figurenkonstellationen und die einfach nicht zu verheimlichende begrenzte Budgetierung werden für die meisten Zuschauer dazu führen, dass man gar nicht erst in die richtige Stimmung kommt, um dann die weitere Reise mitmachen zu wollen. Schade, denn die Sozialkritik, die hier drinsteckt hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Und auch allein, um mal etwas abseits der Mainstream-Produktionsländer populär zu machen, wäre das Sujet durchaus geeignet gewesen, hätte man sich doch etwas stärker auf das Pacing konzentriert.

    Eternauta © Netflix

    © Netflix

    Unser Fazit zu Eternauta

    2.5 Watchable

    Eternauta ist leider kein Ad-hoc-Hit aus Südamerika, sondern ein Slowburn-Apokalypse-Thriller, der in den ersten Folgen nur schwer in Fahrt kommt. Schade, denn immer wieder deuten starke Bilder an, dass in der Vorlage wohl tatsächlich etwas schlummert, was es mit den großen Genre-Hits wie The Last of Us aufnehmen könnte. Einen Blick zu riskieren, kann ich dennoch vor allem denen empfehlen, die auch mit Station Eleven weniger Pacing-Probleme hatten.

    Eternauta startet am 30. April 2025 bei Netflix.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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