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    How to get to Heaven from Belfast

    Jan Wernervon Jan Werner12. Februar 2026Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    How To Get To Heaven From Belfast © Netflix
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    How to get to Heaven from Belfast ist die neue Netflix-Show der Derry Girls-Macher. Schon länger warten auch wir auf diese Serie, die es 2025 und 2026 jeweils auf die Vorfreude-Liste geschafft hatte. Doch hat sich das Warten nun gelohnt?

    Darum geht’s in How to get to Heaven from Belfast

    Die clevere, chaotische Fernsehautorin Saoirse, die glamouröse, aber gestresste Dreifachmutter Robyn und die zuverlässige, zurückhaltende Pflegerin Dara sind seit der Schulzeit ein eingeschworenes Trio. Mittlerweile Ende dreißig, aber noch immer unzertrennlich, stehen sie vor dem aufregendsten Abenteuer ihres Lebens: Per E-Mail erfahren sie vom Tod der Vierten im Bunde ihrer Kindheitsclique, mit der der Kontakt abgebrochen war. Dies hat eine Reihe unheimlicher Ereignisse zur Folge. Was als Wiedersehen beginnt, entwickelt sich zu einer düsteren, gefährlichen und zugleich urkomischen Odyssee quer durch Irland und darüber hinaus. Eine Serie über Freundschaft, Erinnerung und die Frage, was passiert, wenn das Leben ganz anders verläuft, als man es sich vorgestellt hat.

    Roisin Gallagher als Saoirse Shaw, Caoilfhionn Dunne als Dara Friel & Sinead Keenan als Robyn Winters © Netflix

    Gegen den Strom

    How to get to Heaven from Belfast ist anders. Und das ist per se heute – vor allem bei vielfach auf Mainstream-Kompatibiltät gebürsteten Netflix-Einheitsbrei-Produktionen – schon mal Anlass für Neugier: Mit dem doch atypischen Trio im Mittelpunkt geht man schon mal ins Risiko, den ein oder anderen von stromlinienförmigen Protagonisten verwöhnten Zuschauer vor den Kopf zu stoßen. Das macht man direkt mit der Charaktereinführung klar. Doch Saoirse, Dara und Robyn sind jetzt keineswegs unsympathisch, eklig oder bösartig, vielmehr haben die drei inzwischen erwachsenen Nordirinnen einfach ein paar ziemlich schrullige Marotten – getreu dem Motto: Du kriegst die Mädels raus aus Belfast, aber Belfast nicht raus aus den Mädels!

    Es ist aber ja auch genau diese Form von Verschrobenheit, die man nun als Maßstab an eine Produktion der Macher von Derry Girls anlegt – und die hier nun trotz der zeitlichen Verortung in unserem Jahrtausend wieder ziemlich organisch zusammengeschrieben hat. Im Kern ist das neue Netflix-Original ein Mischung aus verschiedenen Aspekten, bei denen aber im Verlauf die Frage aufkommt, ob die Mischung stimmt und jeder Part gleichrangig behandelt wird.

    Zwischen Mystery, Crime und Coming-of-Age

    Und zwar ist How to get to Heaven from Belfast zum einen eine klassische Mysterykrimi-Story, eben mit den drei Freundinnen, die vom vermeintlichen Tod ihrer alten Freundin zurück in die Heimat gelockt werden und dort auf Ungereimtheiten – hier sollte wirklich nicht mehr verraten sein – stoßen.

    Dann steckt in dem Format wohl mitunter die erste Serie, die das, was bislang den 80ern und 90ern vorbehalten war, mit Erfolg mit der Zeit kurz nach der Jahrtausendwende macht, nämlich einen Nostalgietrip zu bieten, der ganz speziell wohl nur bei einer engen Zielgruppe perfekt einschlägt, bei allen, die heute zwischen 30 und 40 sind und damit eben zwischen 2000 und 2010 etwa im Alter der Protagonistinnen in den Rückblenden. Nur mit dieser leicht nostalgischen Verromantisierung dieses kleinen Zeitfensters trifft die wirklich pointierte Musikauswahl mit den gelungenen Needle-Drop-Momenten ins Schwarze, bei anderen kann das eher peinliche Irritation hervorrufen.

    Der dritte Aspekt ist dann vielleicht sogar der spannendste: Denn How to get to Heaven from Belfast ist auch in gewisser Weise eine Coming-of-Age-Story – nur eben nicht vom Erwachsenwerden, sondern von einerseits einer Aufarbeitung der Jugend in den 30ern und andererseits der eher selten thematisierten Entwicklungen in dieser Lebensphase.

    Lokalkolorit und „Typen“ – mit Handbremse

    Zwar spielt die nordirische Krimikomödie immer wieder mit schwarzem Humor, schrägen Ideen und skurrilen Typen, was dank eines exzellenten Timings in Sachen visueller und auch verbaler Comedy etliche richtig gute Pointen setzt und – wenn man den Humor mag – viele Lacher auslösen wird. Dennoch hat man im Verlauf das Gefühl, dass man hier nicht wirklich „All-in“ gegangen ist, regelmäßig die Handbremse gezogen wird bevor man wirklich in unangenehme Gefilde vorgedrungen wäre, was zwar der Bekömmlich zugute kommt, aber letztlich Biss und Mut im Writing vermissen lässt. Weichgespült wäre jetzt auch der falsche Begriff, aber in der Tonalität ist man schon „familienfreundlich“, vergleichbar mit der Apple TV-Show Bad Sisters. Ein bisschen mehr Garstigkeit hier, eine Prise mehr Derbheit da und man hätte mehr des berüchtigten Lokalkolorit ausspielen können.

    Rätselspiel mit verpeiltem Trio

    Überraschenderweise ist es nämlich dann sogar der Mystery-Part, der mich eher noch als das Setting zum Dranbleiben motiviert hat. Ja, das Rätsel, das die drei Jugendfreundinnen zurück nach Belfast lockt, ist natürlich ziemlich kriminalromantypisch konstruiert und die ein oder andere Wendung fühlt sich auch ziemlich gewollt an, aber die Struktur, wie man hier sehr langsam erst enthüllt, was tatsächlich vor sich geht, funktioniert doch erstaunlich effektiv, weil es glaubhaft gelingt, das Auf-dem-Schlauch-Stehen der drei Protagonistinnen aufs Publikum zu übertragen. Damit rätselt man gern mit, auch wenn es in Teilen schon ziemlich „drüber“ ist.

    Will man ein Problem in Bezug auf Dramaturgie und Spannung ausmachen, dann ist es die doch etwas lange Lauflänge, bei der die ein oder andere Länge nicht abzusprechen ist. Acht Folgen sind für diese Geschichte einerseits deutlich zu lang, andererseits gleichen die „soften“ Faktoren dies fast komplett aus. Denn nicht nur die drei Hauptfiguren sind so liebenswert, dass man gern Zeit mit ihnen verbringt. Auch der Einsatz von Gastauftritten und die Running Gags, die von einigen der Nebenfiguren ausgehen, sorgen für die Kurzweil, die der „nackte“ Krimi stellenweise missen lässt.

    Oh wie schön ist Nordirland

    Und dann kommt natürlich noch dir Kirsche auf der Sahnetorte hinzu: Die Landschaft, die Wildromantik und das idyllisch-anachronistische Kleinstadt-Flair Nordirlands, was die Macher hier vor allem auf der visuellen Ebene exzellent auszuspielen wissen. Vor allem die Vogelperspektiven der grünen Insel zeugen von der atemberaubenden Unberührtheit dort, die zum urbanen Setting vieler klassischer Krimis schon mal ein schöner Kontrast sind.

    Bronagh Gallagher ist Brooker Bradley © Netflix

    Wer sollte sich also How to get to Heaven from Belfast ansehen?

    Britischer Humor trifft auf liebenswerte exzentrische Charaktere, eine ziemlich absurde aber mitreißende Mystery-Geschichte mit Wendungen zwischen „Na klar…“ und „No Way!“ und eingebettet in eine nostalgische Verklärung der frühen 2000er – Ernsthaft? Der Ketchup-Song?! Mega!!! Geschmackstechnisch irgendwo zwischen Bad Sisters, Down Cemetery Road und Kneecap ist diese Netflix-Serie zwar nicht ganz sattelfest unterwegs, aber sympathisch genug, dass man die Schwächen gern hinnimmt. Nur wer eben etwas so „relevantes“ wie Derry Girls auch bei diesem Folgeprojekt von Lisa McGee erwartet, wird hier mit Sicherheit enttäuscht werden, denn dafür ist How to get to Heaven from Belfast am Ende zu handzahm, konventionell und risikoscheu.

    © Netflix

    Unser Fazit zu How to get to Heaven from Belfast

    3.5 Sehenswert

    How to get to Heaven from Belfast macht Laune, wenngleich der Flow durch die etwas zu lange Lauflänge immer wieder mal stottert. Die Mehrheit der skurrilen Ideen gehen auf, kaum ein Witz krepiert schon im Rohr und die Verschrobenheit der Figuren macht das Ganze schlicht grundsympathisch. So kann man die Serie am Ende bedenkenlos empfehlen, aber das erhoffte Highlight ist sie am Ende leider nicht geworden.

    • User Ratings (1 Votes) 4.8
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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