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    Startseite » Wuthering Heights – Sturmhöhe
    Drama Filme Liebesfilm

    Wuthering Heights – Sturmhöhe

    Stefan Brüningvon Stefan Brüning12. Februar 2026Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Emerald Fennell tauscht das barocke Saltburn gegen die windigen Hochmoore von Wuthering Heights – Sturmhöhe. Kann die Promising Young Woman auch mit ihrem dritten Langfilm überzeugen, oder muss sie mit einem Sturm der Empörung rechnen?

    Darum geht’s in Wuthering Heights – Sturmhöhe

    Von den Straßen Liverpools aufgegabelt, landet das Waisenkind Heathcliff (Jacob Elordi) im heruntergekommenen Herrenhaus Wuthering Heights, tief in den windgepeitschten Hochmooren Yorkshires. Dort ist er den Launen seines alkoholkranken Ziehvaters (Martin Clunes) hilflos ausgeliefert. Nur zu Catherine (Margot Robbie), der Tochter des Gutsbesitzers, entwickelt er eine tiefe Verbundenheit. Zwischen den beiden entspinnt sich eine leidenschaftliche Beziehung, die zwischen Liebe, Schmerz und Wahnsinn schwankt.

    Aber wer fängt dich auf? © Warner Bros.

    Sturm der Liebe

    Für Warner Bros. ist Emerald Fennells Interpretation von Wuthering Heights eine mutige und originelle Neuauflage einer der größten Liebesgeschichten aller Zeiten. Die ersten beiden Worte wurden von Literaten noch als überflüssige Promotion abgetan, doch der letzte Teil des Satzes sorgte für Aufmerksamkeit. Den einzigen Roman von Emily Brontë auf eine harmlose Romanze zu reduzieren, käme einer Fehlinterpretation gleich. Die Beziehung zwischen Heathcliff und seiner Cathy entspricht – um es mal vorsichtig auszudrücken – kaum unseren gängigen Vorstellung von Liebe. Der Trailer verstärkte den Vorwurf: Zu Chains of Love von Charli xcx zeigt er einen halbnackten Jacob Elordi (Frankenstein), zahllose sexuelle Anspielungen und die lüsternen Blicke von Margot Robbie.

    Warum Fennell den Fokus auf dieses Paar legt, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es nahezu unmöglich, den gesamten Roman in etwas mehr als zwei Stunden adäquat zu erzählen, zum anderen ist Cathy nunmal der Antrieb für Heathcliffs Handeln. Kate Bush bewies bereits in ihrem wunderschönen Song Wuthering Heights, wie gut die Verdichtung auf die unglücklich Liebenden funktionieren kann.

    Zwei vom Winde verweht

    Cathy und Heathcliff sind kein Traumpaar, dessen Liebe lediglich an äußeren Umständen scheitert. Vielmehr bilden sie das Vorbild für nahezu alle toxischen Beziehungen der Filmgeschichte. Ihr ambivalentes Verhältnis zueinander bietet reichlich Raum für Interpretationen und lädt zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit den Charakteren ein. Wer Fennells Vorgängerwerke kennt, ahnt spätestens jetzt ihre Faszination für diesen Stoff.

    Nach klassischer Lesart wäre es ein Leichtes, Cathy als bloßes Opfer von Heathcliffs Grausamkeit zu inszenieren. Doch wie schon Kate Bushs Song andeutet, ist auch sie nicht unschuldig daran, dass dieses Spiel für beide in einer Katastrophe endet. Fennell reduziert – da täuscht uns der Trailer nicht – die Figuren auf die reine körperliche Anziehung und macht gleich in der ersten Szene deutlich, dass Lust und Schmerz für sie eine unauflösbare Einheit bildet.

    in Wuthering Heights ist es nicht sehr gemütlich © Warner Bros.

    Shelter from the Storm

    Wuthering Heights zeigt, dass der äußere Schein nicht trügt. Sets, Make-up und Kostüme sehen fantastisch aus, und auch die im Vorhinein kritisierten modernen Elemente fügen sich überraschend stimmig in die Kulisse ein. Das Herrenhaus ist ein von Felsen umgebener, dunkler und von den Gezeiten verrotteter Ort, der in jedem Gothic-Horrorfilm als ältestes Klischee durchgehen würde. Thrushcross Grange – der vermeintliche Sehnsuchtsort von Cathy – hingegen wirkt wie einem Märchen entsprungen.

    Kameramann Linus Sandgren zelebriert die Künstlichkeit dieser Welt und entwirft daraus traumhafte Bildwelten. So entsteht eine stark stilisierte und sexuell extrem aufgeladene 35-mm-Version des viktorianischen Englands. Mit Realismus hat das wenig zu tun. Vielmehr spiegelt es die verzerrte, hochgradig subjektive Wahrnehmung dieses dysfunktionalen Paares. So wie Cathys Finger ins Fischmaul passt, fügt sich auch die Popmusik von Charli xcx in diese Videoclip-Ästhetik mit ein.

    They rock you like a hurricane

    Margot Robbie hat in Barbie bewiesen, wie mühelos sie in ein Puppenhaus passt. In Wuthering Heights sträubt sich jedoch ihr Unterbewusstsein gegen diese Fassade. In ihren Kleidern mag sie makellos aussehen, doch Cathy ist in Wirklichkeit ein egoistisches Biest, voller Missgunst und Eifersucht, die ihre Welt nicht zum Besseren verändern will.

    Jacob Elordi hat dagegen in Frankenstein gezeigt, dass er mehr kann, als nur den Schönling zu geben. Hier liegt seine unansehnliche Seite tief im Inneren verborgen. Er hasst die Welt um sich herum und richtet seinen Zorn gezielt gegen jene, die ihm Schmerz zufügen. Eindrucksvoll gelingt ihm der Drahtseilakt zwischen glühender Leidenschaft und von Eifersucht getriebener Zerstörungswut, die nicht einmal vor Unschuldigen haltmacht.

    Im Vorfeld sorgte die Besetzung von Elordi für Aufsehen: Im Roman ist Heathcliff nicht weiß. Dieser Aspekt wurde allerdings auch in fast allen bisherigen Verfilmungen ignoriert. Ob es besser gewesen wäre, den ansonsten einzigen dunkelhäutigen Charakter als verachtenswertes Wesen zu porträtieren, ist ebenso fraglich.

    Bringt der Regen ihnen den Segen ? © Warner Bros.

    Eigentlich müssten diese beiden, von ihren Begierden getriebenen Figuren jede Sympathie beim Publikum verspielen. Doch Robbie und Elordi verschlingen nicht nur alles, was ihnen im Wege steht – sie ziehen die Zuschauer:innen so tief in ihr toxisches Wechselspiel hinein, dass man sich wider besseren Wissens mit ihnen in den Abgrund stürzen möchte. Sie bleiben sogar nach dem Abspann in ihren Rollen: Auf der Pressetour inszeniert sich Robbie in viktorianischen Kleidern als Unterwürfige, während Elordi sie charmant umgarnt.

    Die vor Metaphorik triefende Szenerie verstärkt ihr Spiel. Zunächst könnte man meinen, das düstere Wuthering Heights lasse die Seelen seiner Bewohner verrotten, doch schon bald wird deutlich, dass es umgekehrt ist. Wo immer sie auftauchen, verwandelt sich selbst die schönste Umgebung in ein dunkles, bodenloses Loch. Wer sich schon immer gefragt hat, warum Cathy eigentlich solche Sehnsucht nach Wuthering Heights verspürt, bekommt hier die traurige Antwort.

    © Warner Bros.

    Unser Fazit zu Wuthering Heights

    4.0 Stark

    Emerald Fennells dritte Regiearbeit ist weder ein Liebesfilm noch eine adäquate Umsetzung des Romans. Wer sich einen gemütlichen Kuschelabend im Kino erhofft, wird hier ebenso wenig fündig wie Fans der Vorlage. Fennell streicht Figuren, kürzt Handlungsstränge radikal zusammen und verdichtet den Stoff auf sein nacktes emotionales Skelett. Wuthering Heights gerät so zu einem audiovisuellen Höllenritt in den Wahnsinn, befeuert von Eifersucht und unerfüllter Lust – verstörend, exzessiv und paradoxerweise erschreckend unterhaltsam.

    • User Ratings (2 Votes) 0.7
    Stefan Brüning

    Stefan ist in der Nähe von Wolfenbüttel beheimatet, von Beruf Lehrer und arbeitet seit Mai 2024 bei Filmtoast mit. Seit seiner Kindheit ist er in Filme vernarrt. Seine Eltern haben ihn dankenswerterweise an Comics und Disneyfilme herangeführt. Bis zu seinem 8. Lebensjahr war es für ihn nicht nachvollziehbar, wie man Realfilme schauen kann. Aber nach der Sichtung des Films Police Academy und natürlich der Star Wars- Filme hat sich das geändert. Natürlich waren in seiner Kindheit auch die Supernasen, die Otto- und Didifilme Pflichtprogramm, denn worüber sollte man sonst mit den Anderen reden? Deswegen mag er einige dieser Filme bis heute und schämt sich nicht dafür.

    Stefan setzt sich für die Erhaltung der Filmwirtschaft ein. Sei es durch Kinobesuche, DVD/ Blu- Ray/ UHD oder Streaming, je nach dem welches Medium ihm geeignet erscheint. Sein filmisches Spektrum und seine Filmsammlung hat sich dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich erweitert, weswegen er sich nicht auf ein Lieblingsgenre festlegen kann.

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