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    Young Sherlock

    Jan Wernervon Jan Werner2. März 2026Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Dónal Finn, Natascha McElhone, Hero Fiennes Tiffin. Photo credit: Daniel Smith/Prime
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    Während man auf die Fortsetzung der Filme mit Robert Downey Jr. und Jude Law weiter warten muss, legt Guy Ritchie mit Young Sherlock zumindest eine Serie über die jungen Jahre der Krimiikone vor. Was kann das neue Prime-Original?

    Darum geht’s in Young Sherlock

    Young Sherlock folgt der Ursprungsgeschichte von Sir Arthur Conan Doyles legendärem Detektiv in einer explosiven Neuinterpretation seiner frühen Jahre. Sherlock Holmes ist ein junger, in Ungnade gefallener Mann – roh und ungehobelt –, als er plötzlich in einen Mordfall verwickelt wird, der seine Freiheit bedroht. Sein erster Fall enthüllt eine globale Verschwörung, die sein Leben für immer verändert. Die Serie spielt im Oxford der 1870er Jahre und führt den jungen Sherlock zudem auf internationale Abenteuer. Dabei deckt sie die frühen Eskapaden eines anarchischen jungen Mannes auf, der noch lange nicht Baker Streets berühmtester Bewohner ist.

    Key-Art © Amazon Content Services LLC

    Aller Anfang ist… irgendwie merkwürdig vertraut.

    Auch wenn diese Serie kein offizielles Prequel zu den Guy Ritchie-Filmen sein soll, so sind sowohl Stil als auch Humor und Tonalität ziemlich nah dran. Optisch geht Hero Fiennes Tiffin, Neffe von Joseph (The Handmaid’s Tale) und Ralph (Schindler’s Liste, Konklave, 28 Years Later – The Bone Temple), zwar nicht als junger Robert Downey Jr. durch, aber man könnte durchaus meinen, es spielt sich in der gleichen filmischen Realität ab. Allein, dass man schon in einer der ersten Szenen einen Boxkampf mit Sherlock zeigt, der ganz und gar im Stil der Ritchie-Filme gehalten ist, zeugt davon, dass man mit dieser Verbindung auch nicht hinter dem Ofen halten will, vielleicht sogar ganz bewusst nochmal an die inzwischen schon einige Jahre alten zwei Kino-Abenteuer erinnern will, um dann bei Erfolg der Serie auch entsprechend Rückenwind für Teil drei auf der großen Leinwand zu verspüren.

    Und auch abseits der Ritchie-bedingten Parallelen zum Kino-Zweiteiler weckt Young Sherlock in mehrerlei Hinsicht Erinnerungen an bereits Gesehenes. Da wäre zum einen eine nicht wegzudiskutierende Zielgruppen-Überschneidung, die sich in einer doch auch vergleichbaren Stilistik ausdrückt, zur Enola Holmes-Reihe bei Netflix. Nur steht hier nun quasi Sherlock im Alter von Enola im Zentrum. Dann erinnert die Serie an die Disney Plus-Show The Artful Dodger, was insbesondere interessant ist, da sich der junge Sherlock hier sogar auf selbiges literarisches Werk von Charles Dickens bezieht.

    Zum anderen führen die zeitliche Verortung, der anachronistische Musikeinsatz und die Kostüme dann noch dazu, dass man auch an Steven Knight Projekte wie Peaky Blinders, House of Guinness oder A Thousand Blows erinnert wird. Soll heißen: Der erste Eindruck von Young Sherlock ist fast zu vertraut, unweigerlich fragt man sich, warum es nun in ähnlichem Stil noch einen weiteren Young Adult-Detektiv im 19. Jahrhundert in England braucht – und ob der Name „Sherlock Holmes“, die Besetzung oder aber gar die Story hier ausreichend inhaltlichen Mehrwert mit sich bringt, um ebenjene Zweifel vielleicht schon in den ersten Folgen auszuräumen.

    Hat Young Sherlock ein Entmystifizierungsproblem?

    Die Formate, die sich den jungen Jahren von ikonischen Figuren angenommen haben, die ein breites Publikum als erwachsene, gefestigte Charaktere kennengelernt hat, waren in der Vergangenheit nicht immer positiv aufgenommen worden, immer wieder gab es den Vorwurf, man entmystifiziere durch zu viel Wissen Fanlieblinge. Man denkt vor allem an Solo – A Star Wars Story, wo man Dinge über Han Solo erfahren hat, nach denen keiner je gefragt hat, man denkt an Continental, die ähnlich irrelevante Fragen zur Winston-Figur in den John Wick-Filmen beantworten wollte, manch einer wird sogar an mittelmäßig erfolgreiche Serienableger zum jungen Indiana Jones oder James Bond zurückdenken.

    Auf der anderen Seite hat das mit Wonka und Cruella erstaunlich gut geklappt, was zu einem nicht unwichtigen Anteil sicherlich mit der entsprechenden Besetzung der jeweiligen jungen Versionen zu tun hatte. Entsprechend kann man schon in gewissem Maße sagen, dass Charakter-Prequels nicht per se zum Scheitern verurteilt sind, wenn man vor allem ein Händchen dafür hat, die richtigen Leute zu casten und vor allem auch Relevanz auszustrahlen, in dem man interessante Aspekte herausgreift, nicht mit Biegen und Brechen Referenzen zum Altbekannten platzieren will und den Spagat, zwischen Mysterium beibehalten und einer Figur neue Dimensionen zu verleihen, meistert.

    Ein smarter Twist direkt zum Einstieg

    Wer die Sherlock-Lore einigermaßen im Kopf hat, weiß, dass egal in welcher Variante, Moriarty stets DER Gegenspieler des eigenwilligen Detektivs ist. In Young Sherlock jedoch sehen wir nun die beiden erbitterten Gegner in ihrer Universitätszeit als befreundetes Gespann, was direkt in der ersten Folge schon mal eine Idee ist, die einen erstmal neugierig hält. Die Dynamik zwischen Hero Fiennes Tiffin und dem Moriarty-Darsteller Dónal Finn ist von Sekunde an grandios, sodass man in der Pilotfolge mit diesem Duo schon man richtig Lust auf gemeinsames Ausloten von Grenzen bekommt – denn tatsächlich verbindet die beiden ikonischen Figuren laut dieser Serie in ihrer Jugend wohl vor allem der Hang zur Anarchie.

    Die erste Folge ist überdies ein wirklich ganz klassischer Pilotfilm, um die Zuschauer erstmal an den Status quo heranzuführen und erst am Ende der Folge das eigentliche Geschehen, dass dann die Staffel über dominieren wird, einzuleiten. So bekommen wir zu Beginn und am Ende von Folge eins ein paar Flashbacks gezeigt, die klar machen sollen, dass es hinter Sherlocks Fassade etwas gibt, was es familiär bedingt aufzuarbeiten gilt, so viel kann spoilerfrei verraten werden.

    Es wird also eindeutig hier nochmal klar gemacht, dass der junge Sherlock hier in der gesellschaftlichen Hierarchie einen ganz anderen Stand: kein geachtetes Genie, sondern ein Rebell mit schwieriger Familie, der erstmal den eigenen Karren aus dem Dreck ziehen muss, ehe er irgendwann mit einem Dr. Watson an seiner Seite fremde Fälle lösen wird. Diese Grundlage ist für ein Prequel meiner Meinung nach genau so vielverheißend und logisch, dass es den Machern schon ziemlich früh gelingt, ihr Projekt auch den größten Zweiflern gegenüber zu rechtfertigen.

    Familie, globale Verschwörungen und andere Jugendprobleme

    Ähnlich wie einst mit den Sherlock Holmes-Filmen bewegt sich Guy Ritchie auch mit Young Sherlock auf familienfreundlicher Basis, von der Härte und Grobschlächtigkeit seiner Gangster-Balladen ist hier kaum was drin. Doch dafür ist die Rasanz Ritchie, die schon auch Aladdin zu einem der besseren Live-Action-Remakes gemacht hat, in all ihrer Pracht vorhanden, was dem Ganzen einen Flow verleiht, dem man sich vor allem als junger Zuschauer kaum erwehren können wird. Inhaltlich ist man zwar auch auf weitestgehend zu erwartenden Pfaden unterwegs, weiß aber mit der Ritchie-bewährten Flashback-Erzählweise immer wieder Twists einzubauen, die im Moment dann durchaus gut funktionieren.

    Bei alledem merkt man aber schon, dass hier ein möglichst großes Publikum mitgenommen werden soll, was per se natürlich nicht verwerflich ist, aber denjenigen, die beim Namen „Sherlock“ an die Komplexität der Benedict Cumberbatch-Version denken, eher unterwältigen wird. Audiovisuell ist die Serie stimmig, wenngleich sich die Musik auf Dauer teils schon etwas zu sehr in den Vordergrund spielen kann für den ein oder anderen im Publikum. Dafür aber ist sie in den Action-Szenen wirklich pointiert eingesetzt und unterstreicht nochmal mehr, dass hier eindeutig eine der Stärken dieser Produktion liegt.

    Zine Tseng © Amazon Content Services LLC

    Analog zu Enola Holmes, wo man auch die vermeintlich großen Namen in der zweiten Reihe suchen muss, ist es auch hier bei Young Sherlock. So ist es zwar ein Coup, Onkel Joseph Fiennes als Vater des Protagonisten zu verpflichten und eine Natasha McElhone als dessen Mutter, aber über Kurzauftritte hinaus spielen sich diese Rollen kaum aus. Und auch wenn ein Colin Firth als Antagonist im ersten Moment auch Gewicht mit in die Sache einfließen lässt, macht man von dessen Qualitäten auch nicht allzu viel Gebrauch. Wichtiger ist dann schon, dass Max Irons als Bruder Mycroft eine spannende Wahl ist und vor allem Zine Tseng aus Gulun Shou’an vom ersten Auftreten an eine extrem interessante Figur macht.

    © Amazon Content Services LLC

    Unser Fazit zu Young Sherlock

    4.0 Stark

    Young Sherlock platziert sich als Abenteuer-Young-Adult-Serie innerhalb des Sherlock Holmes-Universums in einer Nische, die in den letzten Jahre zwar schon zuhauf bedient wurde, weiß aber durchaus mit seiner Legacy spannende Elemente hinzuzufügen, um aus dieser Masse herauszustechen. Das alles hat dann einen Style, der an Kingsman, Fluch der Karibik und die Guy Ritchie-Filmografie erinnert und einen jungen Cast, der ad hoc die Sympathien weckt und von einer Reihe von älteren Stars gestützt wird, die allesamt Bock auf diese leichtfüßige Produktion hatten.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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